Katzen sind tiefgründige Wesen, deren Verhalten nicht immer nachvollziehbar oder logisch erscheint. Viele Probleme, wie beispielsweise das Kratzen an Türen oder Möbel, können meistens auf ein schlechtes Katzenverständnis der Besitzer zurückgeführt werden. Deshalb ist es für Katzenbesitzer allgemein ratsam, sich über das Wesen einer Katze zu informieren.

In diesem Artikel schauen wir uns die Persönlichkeit und die Bedürfnisse einer Katze etwas genauer an, da diese das Wesen einer Katze maßgeblich formen. Danach schauen wir uns die 6 typischen Katzencharaktere an, die so gut wie jeder kennt.

Persönlichkeiten einer Katze – das haben sie gemeinsam

1. Unabhängig

Katzen sind unabhängige und stolze Wesen, die es nicht nötig haben nach der Pfeife anderer zu tanzen. Sie wissen ganz genau was sie wollen und lassen sich ​nicht so schnell beirren. Wenn man beispielsweise aus dem Urlaub nachhause kommt und auf ein herzliches Wiedersehen hofft, wird einem schnell wieder bewusst wie unabhängig Katzen eigentlich sind. Denn anstatt eines freundlichen Empfangskomitees gibt es oft nur nüchterne Blicke. Man wird einfach nicht so sehr benötigt wie man denkt.

2. Eigensinnig

Katzen sind dickköpfig und machen nichts wozu sie keine Lust haben. Sie lassen sich zu nichts zwingen. Das heißt nicht das Katzen nicht erzogen werden können, doch anders wie bei Hunden verspüren Katzen keinen Drang dem Menschen gefallen zu müssen.

3. Geduldig

Wenn Katzen etwas unbedingt wollen, dann können sie großes Durchhaltevermögen beweisen. Oft erscheint es einfacher diesem Durchhaltevermögen nach zu geben und den Stubentigern das zu geben wonach sie verlangen. Doch Vorsicht, Katzen erziehen ihre Besitzer gerne mit solchen Maßnahmen. Vor allem wenn sie erste Erfolge verzeichnen konnten.

4. Beständig

Katzen sind Gewohnheitstiere und lieben Rituale. Sie richten sich gerne nach festen Tagesabläufen wie beispielsweise festen Fütterungs- oder Spielzeiten. Ändern sich Dinge schlagartig, kann dies schonmal Probleme verursachen. Eine Tür die auf einmal zu ist, obwohl sie eigentlich immer auf ​steht, macht Katzen ziemlich nervös. Was passiert da hinter der Tür jetzt auf einmal? Das muss man doch wissen!

5. Pragmatisch

Einmal = immer. Das ist ein Leitspruch im Leben einer Katze. Tabus denen auch nur ein einziges Mal nachgegeben wird, werden automatisch als erlaubt registriert. Wer in der Katzenerziehung nicht konsequent ist und sich nicht durchsetzt, wird keine Erfolge mit Erziehungsmaßnahmen erzielen.


Fallen dir noch andere Dinge ein, die typisch Katze sind? Dann lass es mich doch wissen und hinterlasse ein Kommentar. Als nächstes schauen wir uns die natürlichen Bedürfnisse einer Katze an, deren Erfüllung für uns oberste Priorität hat. Denn Katzen die ihre natürlichen Triebe nicht genügend ausleben können, zeigen oft gestörte Verhaltensmuster wie etwa das Kratzen an Möbel oder Türen.

Natürliche Bedürfnisse einer Katze

1. Kratzen

Katzen kratzen und wetzen ihre Krallen gerne an unterschiedlichen Orten. Dabei sondern sie einen Duftstoff ab, der wie eine Markierung wirkt. Werden nicht genügend Kratzmöglichkeiten geboten, behilft Mieze sich kurzerhand selbst. Meist allerdings zum Leidtragen der Besitzer.

2. Klettern

Mit viel Geschick erklimmen Katzen Orte, die unerreichbar scheinen. Sie sind wahre Kletterkünstler und verstehen es die dritte Dimension für sich zu nutzen. Wenn das Schuhregal zur Kletterburg ernannt oder der Kleiderschrank zum neuen Lieblingsversteck erklärt wird, kann dies allerdings auch schnell zum Problem werden. Stelle also sicher, dass deine Wohnung über genügend (gewollte) Klettermöglichkeiten verfügt.

3. Jagen

Katzen haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt, das kann man beim Spielen immer wieder beobachten. Mit kleinen Schritten wird sich leise und elegant an die Beute herangepirscht, um dann wie vom Blitz getroffen los zu stürmen. Wohnungskatzen können im Gegensatz zu Freigängern diesem Instinkt nicht auf natürliche Art und Weise nachkommen. Diverse Katzenspielzeuge verschaffen allerdings eine gute Abhilfe.

4. Fellpflege

Die Fellpflege steht mehrmals täglich auf der „To-Do-Liste“ einer gesunden Katze. Vor allem nach dem Aufstehen oder nach dem Fressen wird sich ausgiebig geputzt. Langhaarkatzen sollten bei der Fellpflege unterstützt werden, denn gerade im Fellwechsel ist ein schönes Fellkleid eine menge Arbeit.

​5. ​Schlafen

​Katzen schlafen, dösen oder ruhen ​bis zu 16 Stunden am Tag. Während wir Menschen Nachts an einem Stück ​schlafen, haben Katzen über den Tag verteilt immer wieder kleinere Schlaf- bzw. Ruhepausen. Wohnungskatzen schlafen tendenziell ​etwas mehr wie Freigänger. Katzen ​bevorzugen höher gelegene Schlafplätze oder Orte an denen Sie sich in ​sicher fühlen. Unsere Mila bevorzugt ​zuzeit in der Katzentransportbox zu schlafen, die sichtgeschützt hinter unserem Sofa ​steht. Leo schläft sehr gerne in unserem Bett. Wie ist das bei euch? ​

6 Katzencharaktere die jeder kennt

Der liebevolle Schmusetiger

>>Hey ich bin Leo und ich muss euch sagen, ich liebe es mit meinen ​Mitbewohnern zu kuscheln. Die riechen aber auch immer so gut. Wenn mein ​männlicher Mitbewohner Mittags nach Hause kommt, legt er sich erstmal kurz aufs Sofa, er sagt er muss sich kurz ausruhen. Verstehe zwar nicht warum, er hat ja noch gar nichts geleistet?! Aber naja, ich kuschle mich natürlich gleich zu ihm. Er war aber auch echt lange weg. Ich muss meine Zuneigung einfach rauslassen. Wenn meine menschlichen Mitbewohner abends ins Bett gehen, liege ich ​bereits in perfekter Kuschelposition unter der Decke.<<

Der clevere Jäger

>>Hey mein Name ist Rudolf. Eines vorweg, ich habe eigentlich gar keine Zeit mit euch zu chatten, denn es wurde heute Morgen ein Käfer in der Nachbarschaft gesichtet. Ihr wisst was das bedeutet?! Extreme Wachsamkeit ist gefragt. Ich habe einen Ruf zu verlieren! Naja auf jeden Fall muss ich jetzt extrarunden durch mein Revier drehen, um zu schauen, ob sich weitere ungebetene Gäste verlaufen haben.

Ansonsten schleiche ich gerne hinter meinen Kratzenbrüdern her. Wenn sich die Chance ergibt, hechte ich aus meiner Lauerstellung heraus um in den Angriff überzugehen. Das ist nichts für zarte Seelen!<<

Die Diva

​>>Hey ihr da, mein Name ist Mila und ich muss euch mal was erzählen. Meine Menschen denken ich sei ein Kuscheltier, dass sie, wenn es ihnen gerade passt, einfach betatschen können. Ich glaub es tickt nicht ganz fix?! Erstens bin ich hier diejenige, die den Ton angibt, das haben die wohl noch nicht ganz verstanden und zweitens merken die schon, wenn es mir nach Streicheleinheiten ist.

Aber ansonsten ist es hier zusammen mit meinem Bruder Leo ganz dufte. Die geben sich alle schon Mühe mir das Leben zu versüßen. Naja manchmal übertreibt es Leo auch und er rückt mir zu nah auf die Pelle. Dann haue ich ihm eins auf die Mütze und gut ist.<<

Der Wilde

​>>Boar Leute, mein Name ist Dagobert und ich muss euch von meinem neuen Hobby erzählen. Parkour nennt sich das. Man sucht sich eine anspruchsvolle Route durch die Wohnung und versucht die dann mit ein paar coolen Tricks durchzufetzen. Meine Menschen helfen mir da aber auch super weiter. Sie stellen immer so viele Sachen auf die Regale um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen.

Also ohne meinen Raufkumpel Merlin würde ich ja gar nicht klarkommen. Wir kämpfen den halben Tag und im Anschluss dann Parkour. An schlafen kann ich eigentlich erst Denken, wenn meine Menschen morgens wieder aufstehen.<<

Die Scheue

​>>Huhu hier unten bin ich. Ja genau unter dem Bett. Hier verstecke ich mich gerne. Mein Name ist Emmy und ich bin etwas ängstlich und scheu. Naja die machen aber auch immer einen Lärm, könnten ja mal halblang machen. Wenn Fremde kommen, schaue ich, dass ich Land gewinne, wer weiß wer da vor der Tür steht.

Andere Katzen finde ich teilweise auch angsteinflößend, außer meine liebe Schwester Maja. Die weiß mit mir umzugehen. Mein Bruder Alonzo ist mir einfach zu Wild, dem versuche ich so gut es geht aus dem Weg zu gehen.<<

Der Schläfer

​>>Guten Morgen, mein Name ist Amira und ich muss schon sagen, schlafen ist doch meine Lieblingsbeschäftigung. Hier ist aber auch sonst nicht viel los. Meine Menschen sagen immer ich würde den ganzen Tag verpennen. Aber hey es gibt ja wohl schlimmeres oder?

Viel Ausdauer beim Spielen habe ich auch nicht. Ich gebe zwar schon Gas aber der Tank ist einfach auch schnell wieder leer. Dann muss eben wer anders das Federdingens fangen. Ich muss mich dann erstmal ausruhen. Das Einzige was mich effektiv vom Schlafen abhalten kann sind Leckerlis, die liebe ich einfach. Allerdings gehen meine ​Mitbewohner ziemlich sparsam damit um, leider.<<

​Fazit - Das Wesen einer Katze

So gut wie jede Katze lässt sich in mindestens eine der 6 Charaktere einordnen (oder in Kombinationen). Noch bevor man sich auf die Suche nach einer neuen Katze macht, kann man den für sich passenden Charakter auswählen. Denn gerade für Haushalte in denen bereits Katzen leben, stellt sich die Frage welcher Charakter gut dazu passen würde. Wie bei uns Menschen auch spielt nämlich gegenseitige Sympathie eine wichtige Rolle im Katzenrudel. So gibt es Charakterkombinationen, die mit einer größeren Wahrscheinlichkeit nicht zur erhofften Freundschaft führen werden wie andere. Als kleines Beispiel habe ich die Kombination aus einer scheuen und einer wilden Katze beschrieben. Besser wäre die Kombination aus einer scheuen und beispielsweisen einer verkuschelten Katze gewesen.

Gute Züchter können einem schon in etwa sagen in welche Richtung sich die kleinen Kätzchen entwickeln. Auch die Mitarbeiter in Tierheimen können bei der Charakterfrage sicherlich weiterhelfen.

Habt ihr vielleicht auch gemerkt wie ich meine Katzen eingeteilt habe? Hinterlasst doch mal ein Kommentar. Wie würdet ihr eure Katzen beschreiben?

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​Wer schreibt hier?

Jannis

Hallo lieber Leser. Mein Name ist Jannis Luckas und ich bin der Autor dieses Artikels. Ich ​bin mit Herzblut bei der Sache und hoffe dir hat dieser Artikel gefallen!

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