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17. April 2020

Katze aus dem Tierheim oder vom Züchter2

Wer auf der Suche nach felligem Familienzuwachs ist, hat verschiedene Möglichkeiten diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Dabei bevorzugen die meisten Katzenfreunde entweder einen verantwortungsvollen Züchter oder das nahegelegene Tierheim. Doch viele Katzenneulinge stehen genau vor dieser Frage. Was ist besser? Oder was sollte man beachten? Wir schauen uns beide Optionen an und geben euch wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Das Tierheim

Die erste Möglichkeit, die einem sofort in den Kopf schießt, ist das städtische Tierheim. Dort warten hunderte, wenn nicht sogar tausende Tiere darauf, endlich ein neues Zuhause zu finden. Und obwohl sich die Tierheime wirklich viel Mühe geben und versuchen den Tieren den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, stehen sie doch vor einer Mammutsaufgabe. Denn fakt ist: jedes Jahr werden die Tierheime voller und voller.

Dabei steuern Menschen die ihre Tiere abgeben, weil sie nicht mehr in ihre Lebensplanung passen, mit Abstand die größte Anzahl an Tieren bei!!

Tierheim - Worauf ist zu achten?

Beratung von Personal einholen

Gerade unerfahrene Katzenbesitzer sollten sich gut durch die Mitarbeiter in den Tierheimen beraten lassen. Denn in Tierheimen wohnen auch Katzen, die viel in ihrem Leben mitmachen mussten und dadurch vielleicht nicht so umgänglich sind. Einer unerfahrenen Person würde ich eine gut sozialisierte Katze oder ein Kitten, welches bei seiner Mutter aufwachsen durfte, empfehlen (bis zur 13ten Woche).

Lass die Katze dich aussuchen

Oft kommen Menschen mit konkreten Vorstellungen ins Tierheim oder zum Züchter. Sie haben im Internet so süße Katzenbilder gesehen und wollen jetzt unbedingt genau so eine Katze. Dieses Vorgehen halte ich für falsch. Viel wichtiger ist, dass man von Anfang an eine Verbundenheit spürt. Liebe auf den ersten Blick gibt es auch zwischen Mensch und Tier.

Freigänger oder Wohnungskatze

Wir haben uns ja bereits mit dem Thema „Freigänger oder Wohnungskatze“ auseinandergesetzt. Da im Tierheim Katzen mit den unterschiedlichsten Vorgeschichten wohnen, kann das ein ausschlaggebendes Kriterium sein. Denn Freigänger sollten nicht ohne wichtigen Grund zu Wohnungskatzen umerzogen werden.

Katzen aus dem Tierheim gibt es nicht geschenkt

Eigentlich kein großes Problem, aber ich erwähne es trotzdem. Tierheime erheben eine Schutzgebühr, wenn man sich für ein Tier entscheidet. Das soll zum einen vor überschnellen Aktionen schützen und zum anderen einen Beitrag zum Tierschutz leisten. Dieser Obolus (ca. 70€ - 100€) deckt die Tierheimkosten nicht annähernd, bedenkt man nur die Kosten für Futter, Katzenstreu und Tierarzt.

Katze beim Züchter kaufen

Eine weitere Möglichkeit ist es auf einen verantwortungsvollen Züchter zurückzugreifen. Um einen solchen zu erkennen, sollte man sich zuvor informieren, welche Dinge es zu beachten gibt. So handeln viele Züchter einzig des Geldes wegen (auch gerne „Vermehrer“ genannt). Allerdings sollte das Wohl des Tieres immer an erster Stelle stehen und das Ziel die Rasse zu erhalten. Kerngesunde Kitten auf die Welt zu bringen hat ebenfalls oberste Priorität!

Züchter aussuchen – Warnsignale

Mehrere Würfe gleichzeitig

So genannte Vermehrer haben oft mehrere Würfe gleichzeitig um den Profit zu steigern. Sie besitzen oft eine außerordentlich hohe Anzahl an eigenen Tieren. Darüber hinaus werden gerne parallel unterschiedliche Rassen oder Tierarten gezüchtet.

Wurfnummer utopisch hoch für ​das Alter der Mutterkatze

Eine Katze die erst 3 Jahre alt ist und schon sechs Würfe hinter sich hat (F-Wurf), ist in Vermehrerkreisen keine Seltenheit. Zum Vergleich schreiben viele Zuchtvereine vor, dass eine Katze innerhalb von zwei Jahren lediglich drei Würfe zur Welt bringen darf und zwischen der Geburt und einer erneuten Schwangerschaft mindestens sechs Monate liegen müssen.

Kitten werden als Rassekatze ohne Papiere angeboten

Um den Gewinn zu optimieren werden Papiere, die den Stammbaum und die Herkunft der Elterntiere enthalten gerne weggelassen. Diese kosten nämlich ein paar Euro, die man sich gerne spart.

Elternkatzen dürfen nicht besucht werden

Züchter, die es nicht erlauben die Mamakatze, geschweige denn die Kitten vor einer Entscheidung kennen zu lernen, sollten gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

Katzen machen einen ungepflegten Eindruck

Die Wurfzeit ist vor allem für die ​Mutterkatze eine anstrengende Zeit. ​Denn schließlich müssen die kleinen Katzenbabys verpflegt, geputzt und erzogen werden. Machen die Katzen einen zu ungepflegten Eindruck, spricht das nicht unbedingt für die Fürsorge des Züchters.

Katzeneltern besitzen keinen Nachweis über erbrachte Untersuchungen

Jede Katzenrasse hat seine typischen Krankheiten. Damit möglichst nur gesunde Katzenbabys zur Welt kommen, sollten eben diese Krankheiten bei den Elterntieren ausgeschlossen werden. ​ Daher sollte man sich im Vorfeld über eben jene ​Krankheiten informieren und den Züchter auf vorliegende Nachweise ansprechen.

Züchter aussuchen – Gute Züchter erkennen

Mitgliedschaft im Zuchtverein

Ein Züchter, der sich in einem Zuchtverein für die Arterhaltung einer Katzenrasse einsetzt, muss sich an strenge Zuchtauflagen halten. Diese sollen das Wohl des Tieres sicherstellen. So wird unter anderem festgehalten, wie oft eine Katze in einem bestimmten Zeitraum schwanger werden darf und wie alt sie bei ihrem ersten Wurf sein muss. Auch die bereits erwähnten Krankheiten müssen vor einer Wurfplanung ausgeschlossen werden.

Ein Kennenlernbesuch ist ein Muss

Bevor der Züchter ein Tier an einen Interessenten vermittelt, sollte er diesen zunächst kennenlernen. So stellt er sicher, dass nur Tiere an seriöse und liebevolle Interessenten abgegeben werden. Verzichtet ein Züchter auf einen Kennenlernbesuch, sollte dies mit Argwohn betrachtet werden.

Kitten werden erst ab der 13ten Woche abgegeben

​Katzenbabys sollten nicht vor der 13ten Woche in eine neue Familie abgegeben werden. Denn die Mutterkatze sorgt in den ersten Wochen für wichtige Erziehungsmaßnahmen. Kitten die früher schon in ein neues Zuhause ziehen, wirken oft unerzogen und unreif.

Desweiteren sollten die kleinen Kätzchen bei der Abgabe die Grundimpfungen erhalten haben und einmal entwurmt sein.

Ein guter Züchter kennt all seine Kitten und kann bei der Auswahl behilflich sein

Ein liebevoller Züchter liebt es Zeit mit seinem Wurf zu verbringen. Er kennt jedes Kitten haargenau und kann bei der passenden Charakterwahl behilflich sein (Sprichwort welche Katze passt in mein vorhandenes Rudel).

​Preis eines Kitten

Ein professioneller und guter Züchter hat auch seinen Preis. Dieser wird oft von den Zuchtvereinen vorgeschlagen und liegt je nach Rasse zwischen 700€ und 900€. Wir haben für Leo und Mila jeweils ca. 800€ bezahlt.

​Fazit - Katze aus dem Tierheim oder vom Züchter?

Ein richtig oder falsch gibt es ​bei diesem Thema meiner Meinung nach nicht. Beide Optionen sind vertretbar, solange man seriöse Züchter unterstützt. Typische Vermehrer, die nur Geld verdienen möchten und Kitten schon oft deutlich vor der 13ten Woche abgeben, sollten dringend gemieden werden. Denn diese handeln nicht im Sinne des Tieres und schrecken vor nichts zurück.

Wer einer ​Katze aus dem Tierheim ein neues Zuhause schenken möchte, macht natürlich alles richtig. Auch ich möchte meine nächste Katze aus dem Tierheim adoptieren, auch wenn ich noch nicht weiß wann das sein wird.

Wie habt ihr euch entschieden? Lasst doch einen Kommentar dar!

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​Wer schreibt hier?

Jannis

Hallo lieber Leser. Mein Name ist Jannis Luckas und ich bin der Autor dieses Artikels. Ich ​bin mit Herzblut bei der Sache und hoffe dir hat dieser Artikel gefallen!

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